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Aller Anfang ist schwer

Mittwoch, 6. August 2014

Es ist ziemlich genau 12:00 mittags. Ich sitze hier, eine Tasse mit inzwischen erkaltetem Kaffee neben mir stehen, die Zigarette ist im Aschenbecher ausgegangen. Seit geschlagenen 2 Stunden bin ich damit beschäftigt, mir diverse Artikel im Internet anzusehen, Videos zu schaun und mich aktiv zu informieren. Es ist mir inzwischen ein großes Anliegen mich selbst zu informieren. Die Quellen selber zu suchen, Informationen zu hinterfragen, sozusagen: Aufmüpfig zu sein.
Lange ist es her, dass ich das letzte Mal eine ganz gewöhnliche Tagszeitung in der Hand hatte und tatsächlich gelesen habe. Ich bewundere die Leute, die ich jeden Tag in der UBahn sehe. 60-70 Prozent, an manchen Tagen bin ich gar der einzige ders nicht tut, ziehen sich in der Früh (vielleicht sogar auf leeren Magen *würg*) den Erguss unterbezahlter, die APA zitierender "Journalisten" rein, welche höchstwahrscheinlich noch nie, einen einzigen Artikel selber recherchiert haben. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich finde dieses Verhalten überhaupt nicht bewundernswert. Was ich bewundere ist der starke Magen dieser Leute und die Ausdauer mit der sie diese "Informationen" in sich aufsaugen, wie ein Schwamm der schmutziges Abspülwasser in sich aufsaugt. Einfach Wow! Ich kann das nicht mehr. Früher hab ich es genauso getan, ich befand mich in einer Zeit "geistigen Mittelalters". Doch inzwischen ist es mir unmöglich eine Tageszeitung zu lesen, da schaue ich doch lieber aus dem UBahnfenster und mache mir selber Gedanken über unsere komplizierte Welt. Oder ich lese zumindest ein Buch. Dabei fühle ich mich wie ein Außenseiter, sobald ich ein Buch in der UBahn aufschlage. I'm an alien. I'm a legal alien. I'm an Englishman in New York.
Und es macht Spass ein kleines Alien zu sein, dass kann ich euch sagen. Selten habe ich eine solche geistige Freiheit erlebt, wie in dem letzten Jahr. Ich habe mich schon länger mit Dingen beschäftigt, welche viele als "Verschwörungstheorien" abstempeln würden. Doch erst seit einem Jahr beginne ich das System selbst zu kritisieren, zu hinterfragen. Und inzwischen habe ich es als größte Lüge der Menschheit abgestempelt, als Geisel unserer Zeit. Viele nennen diesen Prozess aufwachen. Und ich will hier nicht das Rad neu erfinden, insofern dieser Begriff ein sehr schöner ist. Also sage ich hier: Aufwachen ist das schönste, was ich in meinem Leben je begonnen habe.
Doch ist dieser Prozess auch mit Problemen verbunden. Ein junger Mensch, welcher das System in dem wir leben kritisiert, sich für Dinge interessiert von denen andere nichteinmal wissen, dass sie exestieren, wird früher oder später auf Abstoßung oder Intoleranz treffen. Er wird sich einsam fühlen, oftmals auch verloren, auf einem Planeten auf dem ein Zeitgeist herrscht welchem er nicht entspricht. Auf dem ein System herrscht dem er nicht mehr dienen will, aber muss, da er sonst verstoßen wird und auf der Straße landet. Und ja es stimmt. Auf einem Planeten mit bald 8 Milliarden Menschen fühle ich mich einsam. Unverstanden. Und deswegen behalte ich oft meine Meinung für mich, denn die Diskussionen in die ich mich verstricke führen oft zu Problemen mit geliebten Menschen. Denn sie verstehen einfach nicht. Ich kann es Ihnen nichteinmal vorwerfen es nicht zu verstehen. Ich verstehe sie. Alle hier haben die Wahl zwischen der Roten und der Blauen Pille. Doch die Wenigsten entscheiden sich für die für sie tatsächlich richtige Pille.
Ich schreibe diese Worte hier mit der Absicht, das Schweigen zu brechen. Denn es ist höchste Zeit, dass wir alle unser Schweigen brechen. Generationen voller Untätigkeit haben uns an diesen Punkt geführt an dem wir uns heute befinden und doch ist noch Zeit den Zug zu stoppen, welcher uns in den Abgrund befördert. Die Zeit riecht nach Krieg, riecht nach Kollaps, nach Elend und Armut. Und das stinkt mir. Jeder Mensch der im Gazastreifen, in der Urkaine, in Afrika, ja auf der ganzen Welt sein Leben sinnlos lässt ist ein Opfer dieses Systems. Eines Systems welches zu viele Leben gefordert hat und immer mehr fordern wird, wenn wir es nicht stoppen. Der Anfang wurde schon längst getan. Wir müssen uns nurnoch umsehen und wir werden staunen wieviele wir inzwischen sind. Wir denken nichtmehr "anders". Nein wir sind längst in der Überzahl und hier kann man nichtmehr von "anders" reden. Leute, lasst uns etwas unternehmen gegen ein menschenunwürdiges Finanzsystem, gegen einen Käfig ohne Gitter, ein unsichtbares Gefängnis in dem wir mit der Peitsche gezwungen werden ein Rad immer schneller zu drehen, bis unser Herz versagt.
Für Friede, Freiheit und Gerechtigkeit.

FreeF Ende!

6.8.14 13:24
 


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